You Are Not Alone – House Swap

Ab 02.04.2015 auf DVD & Blu-ray im Handel erhältlich.

Schon wieder ein Found Footage-Film. Irgendwie scheint das Genre nicht aussterben zu wollen. Egal ob Gruselhexe im Wald, paranormale Aktivitäten, riesige Trolle in norwegischen Gegenden oder gar die Suche nach Frankenstein, irgendwie scheinen günstig erstellte Wackelkamerafilme noch immer im Trend zu liegen. Anders ist es nicht zu erklären, weshalb mit You are not alone nun schon wieder ein Film des Genres in unser Heimkino kommt. House Swap, so der Originaltitel des Films, gehört jedoch eher zu den Flops. Nicht nur das der Film schon fünf Jahre auf dem Buckel hat und erst jetzt zu uns kommt, auch die Kritiken waren vernichtend und in der IMDB haben bis jetzt gerade einmal 89 User über die Qualität des Ganzen abgestimmt. Und der Flop ist gerechtfertigt…

You are not alone erzählt die Geschichte von Matt und Ginny, welche ihr sonniges Domizil in Kalifornien, für sechs Monate, gegen ein stilles, abgelegenes Häuschen in einer ländlichen Gegend von Großbritannien austauschen. Sie sind beide Künstler und hoffen dort Inspiration zu finden. Doch schon bald werden sie von einem gruseligen Stalker belagert und die Tour de Force beginnt.

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„Tour de Force“?, okay dies ist sicherlich die Übertreibung des Jahres, denn der Film macht so ziemlich alles falsch, um wirklich gruselig zu sein. Erst einmal dauert es doch eine ganze Weile, bis der zwielichtige Gesell auf der Bildfläche erscheint. Bis dahin sieht man dem Pärchen eher andauernd bei irgendwelchen Nichtigkeiten zu, welche einen eher langweilen als interessieren. Und wenn der Stalker dann doch einmal auftaucht, ist er meist, so schnell er erschienen ist, auch schon wieder verschwunden und man fragt sich, was der ganze Spuk eigentlich soll.

Zudem ist auch die Handlung selbst haarsträubend dämlich ausgefallen. Vieles ist hier absolut nicht nachvollziehbar und man fragt sich bei zu vielen Details, wie dies oder jenes eigentlich sein kann oder warum hier und da nun gerade so gehandelt wird, wie eben gesehen, denn einen Sinn macht es so gut wie nie. Vor allem ist der Umgang mit der Kamera mal wieder haarsträubend. Selbst unter größter Lebensgefahr wird hier natürlich zur Kamera gegriffen. Selbst als sich die Figuren schon im Kampf mit ihrem Peiniger vorfinden, ist die Kamera das wichtigste Utensil, dass nicht vergessen werden darf. Und natürlich läuft die Kamera auch die ganze Nacht hindurch, ohne dass die Batterie auch nur einmal schwach zu werden scheint. Und nachdem zumindest die weibliche Hauptfigur so ab und an einmal ihren Kerl ermahnt doch die Kamera stehen zu lassen, als sie endlich aus dem Haus zu flüchten scheint, kommt sie doch noch einmal zurück, um die Kamera zu holen. Nein, einen aufgesetzter wirkenden Kameraeinsatz gab es in einem Found Footage-Filme wohl noch nie zu sehen, auch wenn dies sicherlich die Hauptkrankheit des Genres ist. Man könnte fast schon meinen, es mit einer Satire zu tun zu haben.

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Einzig und allein das Setting selbst, sowie das Sounddesign können ein wenig überzeugen. Das abgelegene Häuschen macht doch durchaus Eindruck und der gut abgestimmte Sound kann auch für den einen oder anderen Erschrecker gut sein. Doch das allein reicht nun einmal noch nicht aus, um zu überzeugen.

Unterm Strich ist somit You are not alone nicht mehr als ein absolut kläglicher Versuch, auf der „Found Footage“-Welle mit zu schwimmen. Ohne neue Ideen oder Innovationen spult sich die extrem unglaubwürdige Handlung vor einem ab und man fragt sich die ganze Zeit nur, warum man nicht schon längst auf die Stopp-Taste gedrückt hat, sowohl bei der aufnehmenden Kamera, als auch beim eigenen Blu-ray Player.

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Zumal auch die Blu-ray aus dem Hause Tiberius nur bedingt überzeugt. Das Bild selbst kann sich sehen lassen, ist es für einen Film dieser Art stellenweise doch erstaunlich scharf. Der Ton selbst liegt dann leider nur in Stereo vor, kann sich aber ebenfalls hören lassen, wenngleich ein 5.1-Ton hier sicher einiges an Eindruck hätte schinden können. In Sachen Extras gibt es dafür nur ein paar Trailer.

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