Hide and Seek – Kein Entkommen

Seit dem 26.09.2014 auf DVD & Blu-ray

Die Thematik  der Wohnungsknappheit ist hierzulande nicht unbekannt. Vor allem in so manchen Großstädten wie Dresden oder München ist es alles andere als leicht, eine gescheite und den eigenen Ansprüchen genügende Wohnung zu finden, welche man dann auch noch bezahlen kann. Doch das alles ist noch nichts im Vergleich zu der Wohnsituation in manchen asiatischen Gegenden. Thematisiert wurde dies u. a. schon einmal in der Splatter-Gore-Granate Dream Home aus Hongkong, in der eine Wohnungssuchende mit extremst drastischen Mitteln an die gewünschten Unterkünfte kommt. Und auch in Südkorea ist der Wohnungsmarkt nicht der Beste, so dass nun mit Hide and Seek sich erneut ein Thriller um die Thematik kümmert, jedoch bei weitem nicht so agressiv wie eben genannter.

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Hide and Seek erzählt die Geschichte des Vamilienvaters Sung-soo, welcher eigentlich ein Bilderbuchleben führt. Er ist glücklich verheiratet, hat zwei Kinder und einen guten Beruf, der für ein schönes Leben mehr als ausreicht. Doch der Schein trügt, denn Sung-soo leidet nicht nur an Schlafstörungen und Zwangsneurosen, er scheint auch ein dunkles Geheimnis zu haben. Als sein Bruder plötzlich verschwindet, nachdem in der Nachbarschaft ein brutaler Mord geschieht, macht sich Sung-soo auf die Suche nach ihm. Dabei stößt er nicht nur auf seltsame Symbole und beängstigende Vorfälle, es scheint auch jemand nach seinem Leben zu trachten und der Grund dafür steht wohl im Zusammenhang mit seinem luxuriösen Leben …

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Sumbakkogjil, so der Originaltitel, ist ein gelungener Thriller, der vor allem durch seine Atmosphäre und die Figuren zu überzeugen weiß. Die ausgesuchten Locations und die merkwürdigen Vorfälle drehen geschickt an der Spannungsschraube und lassen ein schauriges Gefühl aufkommen, das für Gänsehaut sorgt. Doch dabei handelt es sich bei Hide and Seek nicht um einen typischen Asia-Horrorstreifen, sondern eben um einen reinrassigen Thriller, der ohne sonderliches Blutvergießen oder Gekröse zu überzeugen weiß. Wo Dream Home vor allem auf hammerharte Ekelschocks setzt, so ist es hier einfach die Entwicklung der Story, sowie z. Bsp. ein lautes Hämmern an der Wohnungstür, dass für eine fast schon klaustrophobische Stimmung sorgt.

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Die schon angesprochenen Charaktere entwickeln sich zudem ebenfalls recht glaubwürdig, in einer fast schon selbstzerstörerischen Form. Vor allem der liebenswürdige Sung-soo macht eine beängstigende Entwicklung durch, ohne jedoch am Ende der Bösewicht zu sein. Hier wurde wirklich auf Sorgfalt geachtet, was gerade bei Filmen dieser Art durchaus nicht Standard ist. Dazu noch ein Funken Sozialkritik, denn der schon angesprochene Wohnungsmangel ist letztlich, ohne zuviel zu verraten, der ganze Dreh- und Angelpunkt der Geschichte und wurde sauber in das Geschehen eingebaut.

Von daher ist Hide and Seek wirklich ein gelungenes Stück Thrillerkost aus Fernost, das man sich durchaus einmal geben sollte. Die Veröffentlichung aus dem Hause Edel Motion kann zudem mit einer ordentlichen Bildqualität aufwarten, einer akzeptablen Synchronisation, sowie einem hämmernden Sound. Die Extras sind etwas spärlich, jedoch nicht minder interessant.

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