Halloween Top10 – David

01. Halloween (1978, John Carpenter)

halloweenStory: Schon im zarten Alter von sechs Jahren ermordet Michael Myers in einer kalten Halloween-Nacht seine ältere Schwester. Er wird in ein Sanatorium eingewiesen, wo er von Dr. Sam Loomis betreut wird. Elf Jahre später gelingt ihm die Flucht, und Dr. Loomis weiß, dass Myers wieder morden wird…

Regie: John Carpenter
Darsteller: Donald Pleasence, Jamie Lee Curtis, Nancy Kyes, P.J. Soles, Charles Cyphers, …

Fazit: Ja, ja, das nenne ich mal ein Klischee. „Halloween“ zu Halloween. Aber für mich ist und bleibt John Carpenters bahnbrechender Slasherfilm um Michael Myers einfach mein liebster Horrorfilm aller Zeiten. Eine geniale Atmosphäre, u.a. erzeugt durch einen genauso minimalistischen wie genialen Score, und dem vielleicht furchteinflössensten Film-Massenmörder überhaupt: Michael Myers. Ist für mich, als traditionsbewusster Filmnerd, Pflicht zum Kürbistag.


02. Der Exorzist (1973, William Friedkin)

exorzistStory: Von der Erstaufführung an war Der Exorzist ebenso beliebt wie umstritten als ein bahnbrechender Klassiker, der viele Filme beeinflusste und auch noch heute die Zuschauer schockiert und verstört. In der grausig-realistischen Geschichte geht um ein unschuldiges Mädchen, das von einem grässlichen Wesen besessen ist. Die Mutter versucht ihm verzweifelt zu helfen und wird von zwei Priestern unterstützt – der eine ein Zweifler, der andere ein Fels des Glaubens. Gemeinsam nehmen sie den Kampf gegen das absolute Böse auf.

Regie: William Friedkin
Darsteller: Ellen Burstyn, Max von Sydow, Lee J. Cobb, Kitty Winn, Jack MacGowran, …

Fazit: William Friedkins Filmadoption des Schauerromans „Der Exorzist“ von William Peter Blattey hat mich mein ersten Mal schlichtweg umgehauen und ich konnte Tagelang nicht ruhig schlafen. Vor allem im Director’s Cut und mit entsprechendem Surround-Ton ist der Film noch immer so beängstigend wie beim ersten Mal. Und das schaffen nur wenige Filme.


03. Amityville Horror (1979, Stuart Rosenberg)

amityvilleStory: Als Familie Lutz ihr neues Zuhause in Long Island bezieht, ahnt keiner, dass sich hinter der schönen Fassade ein schreckliches Geheimnis verbirgt, und ihnen finstere und dämonische Mächte das Leben zur Hölle machen werden. Der Film über das Horrorhaus von Amityville greift die berühmteste Geistergeschichte Amerikas aus jüngerer Zeit auf. Eine echte Begebenheit? Bisher konnte niemand das Gegenteil beweisen. Nicht nur deshalb ist der Gruselschocker längst zum Klassiker geworden und lehrt bis heute Fans das Fürchten!

Regie: Stuart Gordon
Darsteller: Rod Steiger, Helen Shaver, James Brolin, John Larch, Murray Hamilton, …

Fazit: Amityville Horror gehört, aus meiner Sicht, zu den unterschätztesten Horrorfilmen überhaupt. Gerne als langweilig und ermüdend verschrien, ist er doch einer der Urväter des modernen Haunted House-Movie. Mir jedenfalls ist bei der Erstsichtung damals das Herz in die Hose gerutscht, als die Familie Lutz überstürzt die Flucht aus dem Horrorhaus ergreift.


04. Nightmare on ElmStreet (1984, Wes Craven)

nightmareStory: Tina leidet unter Alpträumen von einem finsteren Typ mit gestreiften Pullover und einem Hut auf dem Kopf, daher bittet sie ihren Freund, ihre Freundin Nancy und deren Freund Glen, bei ihr zu übernachten. In der Nacht kommen die Alpträume wieder, diesmal allerdings in der Realität. Die Gestalt erscheint und tötet Tina. Rod wird von der Polizei festgenommen, doch Nancy glaubt an seine Unschuld, denn auch sie hat die gleichen Träume wie die Verstorbene. Sie will den wahren Täter finden, denn die Polizei glaubt Rod nicht, und Nancy weiß, daß er das nächste Opfer sein wird.

Regie: Wes Craven
Darsteller: Robert Englund, Johnny Depp, Lin Shaye, John Saxon, Charles Fleischer, …

Fazit: Noch so eine Alptraumgarantie. Freddy Krüger, kongenial verkörpert durch Robert Englund, schafft es sich nicht nur im Film in die Träume der Kids zu schleichen, auch in der realen Welt spukt er, nach Genuss des Films,  sicher herum.


05. Nightmare before Christmas (1993, Tim Burton)

nightmare before christmasStory: Jack Skellington, der Kürbiskönig in Halloween Town, ist davon gelangweilt, jedes Jahr an Halloween das Gleiche zu tun. Als er sich eines Tages nach Christmas Town verirrt, ist er so von Weihnachten begeistert, dass er versucht, all die Fledermäuse, Geister und anderen Bewohner von Halloween Town dazu zu bewegen, Weihnachten statt Halloween zu feiern. Doch irgendwie klappt das nicht so richtig.

Regie: Henry Selick
Darsteller: Danny Elfman, Chris Sarandon, Catherine O’Hara, William Hickey, Glenn Shadix, …

Fazit: Ja, ist den heut schon Weihnachten? Tim Burtons surreales Stop-Motion-Werk um den Meistererschrecker Jack Skallington, welcher die Verbindung zwischen Halloween und Weihnachten herstellt, ist am 31.10. genauso gut aufgehoben, wie am 24.12. Das gibt es sonst eher selten.


06. Bloodnight (1989, Scott Spiegel)

blood nightStory: Die Handlung dreht sich um eine Kassiererin in einem Supermarkt, die von einem Ex-Freund kurz vor Ladenschluß abgefangen wird, weil der Ex ihr Ärger machen will. Der Marktleiter setzt den Kerl kurzerhand vor die Tür, dann aber fangen bei der nach Ladenschluß stattfindenden Inventur die Menschen zu sterben an. Gibt es einen Zusammenhang mit dem randalierenden Ex?

Regie: Scott Spiegel
Darsteller: Elizabeth Cox, Renée Estevez, Dan Hicks, David Byrnes, Sam Raimi, …

Fazit: „The Intruder“ gehört definitiv zu den härtesten Slashern seiner Zeit und ist bei uns bis heute auf dem Index fest verankert. Scott Spiegels äußerst brutaler Schlitzerfilm überzeugt jedoch nicht nur durch seine Goreszenen, sondern auch durch seine fesselnde Atmosphäre. Und wer das spoilernde Cover nicht kennt, der wird am Ende sicher auch recht überrascht sein. Daher ebenfalls passend zum Fest.


07. „Stephen King’s The Night Flier“ (1997, Mark Pavia)

night flierStory: Ein mysteriöser Serienmörder hinterläßt seine Opfer nachts auf abgelegenen Flugplätzen blutüberströmt mit schrecklichen, tiefen Bißwunden am Hals. Der Verleger des Sensationsblattes „Inside View“ wittert mit dieser Story eine Erhöhung der Auflage und setzt seinen besten Reporter, Richard Dees, auf diesen „modernen Dracula“ mit Sportflugzeug an. Der abgebrühte Dees ist anfangs nicht begeistert von dem Job. Erst als der Killer wieder zuschlägt, beginnt Dees mit den Nachforschungen und schaltet eine junge, unerfahrene aber sehr ehrgeizige Journalistin aus, die mit dem Fall beauftragt war. Dees wird immer besessener von der Suche nach dem unbekannten Psychopathen, den er „Night Flier“ nennt und der ihm die größte Story seines Lebens liefern soll. Als Dees ihm endlich gegenübersteht, ist er mit dem Bösen konfrontiert, das er sein Leben lang suchte. Doch seine Coolneß und sein Zynismus, mit denen er bisher die Sensationsgier der Leser befriedigte, können ihn nicht aus dieser tödlichen Falle befreien…

Regie: Mark Pavia
Darsteller: Miguel Ferrer, Julie Entwisle, Dan Monahan, Michael H. Moss, John Bennes, …

Fazit: Zu Halloween darf natürlich auch der welt beliebteste Horrorautor nicht fehlen: Stephen King. Unzählige seiner Bücher wurden verfilmt und auch wenn es sicherlich bessere Verfilmungen gibt, als diese Version der Kurzgeschichte „Der Nachtflieger“ aus dem Band „Alpträume“, so gehört sie für mich definitiv zu denen, die Herzrasen verursachen. Miguel Ferrer macht als skrupelloser Reporter dabei ebenfalls eine blendende Figur. Schade das es bis heute keine Blu-ray dazu gibt.


08. Der tödliche Freund (1986, Wes Craven)

tödlicher freundStory: Paul ist ein besonderes Kind: Mit fünfzehn ist er schon fast ein Gehirnspezialist. Aber nur fast! Denn als seine Freundin von ihrem Vater totgeprügelt wird, setzt er ihr die Gehirnplatte eines eigens entwickelten Roboters ein. Nun lässt sich seine Freundin zwar fernsteuern, aber Nachts zieht sie als mordlustiges Ungetüm umher.

Regie: Wes Craven
Darsteller: Matthew Laborteaux, Kristy Swanson, Michael Sharrett, Anne Twomey, Anne Ramsey, …

Fazit: Ein herrliches Kleinod stellt dieser Wes Craven-Film da. Die DVD ist schon längst OOP und die Blu-ray noch nicht in Sicht. Dabei gehört der Science-Fiction-Horror um einen jungen Erfinder, der in seine tote Freundin einen Chip mit künstlicher Intelligenz platziert, durchaus zu den besseren Horrormomenten der mittleren 80er-Jahre. So ist es ein Geheimtipp, welcher sich lohnt.


09. Tanz der Teufel (1981, Sam Raimi)

tanz der teufelStory: Fünf Freunde wollen das Wochenende in einer kleinen Blockhütte mitten im Wald verbringen. Im Keller finden sie ein mysteriöses Buch und ein Tape, das sie sogleich abspielen. Das hätten sie besser nicht getan, denn es handelte sich um die Aufnahme einer Vorlesung aus dem Buch der Toten – und die lassen auch nicht lange auf sich warten…

Regie: Sam Raimi
Darsteller: Bruce Campbell, Ellen Sandweiss, Hal Delrich, Betsy Baker, Theresa Tilly, …

Fazit: In Deutschland noch immer beschlagnahmt, ist Sam Raimis Pre-Hollywood-Arbeit bestes Horror-Nerdkino, welches nun im letzten Jahr sein Remake erfahren hat. Und auch dies ist in Deutschland mittlerweile auf dem Index gelandet und dessen Qualität wurde, selbst in der DRR-Redaktion, heiß diskutiert. Nur in einem ist man sich einig, das originelle und ungemein unterhaltsame Original bleibt unerreichbar und spätestens wenn Ash seine Kettensäge schwingt weiß man, warum auch dieser Film zu Halloween passt.


10. Halloween 2 (1981, Rick Rosenthal)

halloween 2Story: Es ist noch immer Halloween. Obwohl Dr. Loomis mehrfach auf den wahnsinnigen Michael Myers gefeuert hat, schafft es der Killer doch, auf mysteriöse Weise zu entkommen. Die Junge Laurie Strode wird mit einem Schock erstmal in ein Krankenhaus eingeliefert. Doch der wahre Horror fängt jetzt erst an, denn Michael Myers verfolgt Laurie fanatisch weiter und tötet jeden, der sich ihm in den Weg stellt. Die Nacht des Grauens erreicht ihren blutigen Höhepunkt…

Regie: Rick Rosenthal
Darsteller: Jamie Lee Curtis, Donald Pleasence, Charles Cyphers, Jeffrey Kramer, Lance Guest, …

Fazit: Am Anfang der Liste ein „Halloween“ und am Ende ebenfalls. Auch wenn die Fortsetzung bei weitem nicht an Carpenters Meisterwerk herankommen kann, so ist auch der zweite Teil der Horrornacht von 78 als gelungen zu betrachten. Zwar dreht Rosenthal den Gore-Pegel diesesmal ziemlich nach oben (was auch diesem Film eine Beschlagnahme in Deutschland einhandelte, welche noch immer existiert), aber Atmosphäre und Spannung müssen darunter kaum leiden. Zudem offenbart dieser Teil das große Geheimnis, welches das Opfer und den Mörder miteinander verbindet. Eignet sich auch gut im Doppelpack mit Teil 1!

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